ANTIFASCHISTISCHER SCHUTZWALL
Kurz erklärt:
Der „Antifaschistische Schutzwall“ war der Propagandabegriff der DDR für die Berliner Mauer. Offiziell sollte sie die DDR vor „faschistischen“ Bedrohungen aus dem Westen schützen. Tatsächlich diente die Mauer vor allem dazu, die Flucht von DDR-Bürgerinnen und -Bürgern in die Bundesrepublik zu verhindern.
Umfangreicher erklärt:
Der „Antifaschistische Schutzwall“ war die offizielle Bezeichnung der DDR-Regierung für die Berliner Mauer, die am 13. August 1961 errichtet wurde.
Die DDR-Führung behauptete, die Mauer diene dazu, die DDR vor „Faschisten“, westlichen Geheimdiensten und angeblichen Angriffen aus der Bundesrepublik Deutschland zu schützen. Nach ihrer Darstellung sollte sie den Sozialismus und den Frieden sichern.
Historisch gilt diese Begründung jedoch als Propaganda. Der eigentliche Zweck der Mauer war vor allem, die eigene Bevölkerung am Verlassen der DDR zu hindern. Zwischen 1949 und 1961 waren rund 2,7 Millionen Menschen aus der DDR in den Westen geflohen – viele davon junge und gut ausgebildete Fachkräfte. Dieser starke Bevölkerungsverlust gefährdete die wirtschaftliche und politische Stabilität der DDR.
Die Berliner Mauer und die innerdeutsche Grenze wurden deshalb massiv gesichert. Menschen, die versuchten zu fliehen, wurden verfolgt; viele wurden festgenommen, und zahlreiche Menschen kamen bei Fluchtversuchen ums Leben.
