BECHDEL-TEST

Der Bechdel-Test ist ein einfacher Test, mit dem untersucht wird, wie Frauen in Filmen, Serien oder anderen fiktionalen Werken dargestellt werden.

Ein Werk besteht den Test, wenn drei Bedingungen erfüllt sind:
· Es gibt mindestens zwei Frauen, die namentlich vorkommen.
· Diese Frauen sprechen miteinander.
· Sie sprechen über etwas anderes als einen Mann.

Der Test geht auf die US-amerikanische Comiczeichnerin Alison Bechdel zurück. Sie machte den Test 1985 in ihrem Comic „Dykes to Watch Out For“ bekannt. Die Idee stammt allerdings teilweise von ihrer Freundin Liz Wallace und wurde von einem Gedanken der Schriftstellerin Virginia Woolf beeinflusst.

Wichtig: Der Bechdel-Test sagt nicht, ob ein Film „feministisch“ oder gut ist. Ein Film kann den Test bestehen und trotzdem frauenfeindliche Darstellungen enthalten. Umgekehrt kann ein Film den Test nicht bestehen, obwohl er starke weibliche Figuren hat.

Beispiel:
· In einem Film sprechen zwei Frauen miteinander über ihre Arbeit, ihre Freundschaft oder Politik → Test bestanden.
· Zwei Frauen sprechen ausschließlich darüber, welcher Mann ihnen gefällt oder was ein Mann getan hat → Test nicht bestanden.

Der Bechdel-Test macht vor allem sichtbar, wie häufig Frauen in Geschichten überhaupt miteinander und über eigene Themen sprechen.