ABWANDERUNG
Kurz erklärt:
Abwanderung bedeutet, dass Menschen ihre Heimat verlassen und an einen anderen Ort ziehen. In Ostdeutschland wanderten nach der Wiedervereinigung viele Menschen – vor allem junge und gut ausgebildete – wegen fehlender Arbeitsplätze und besserer Zukunftschancen in andere Regionen Deutschlands ab. Dies veränderte die Bevölkerungsstruktur vieler Orte nachhaltig.
Umfangreicher erklärt:
Mit Abwanderung ist gemeint, dass Menschen ihre Heimat verlassen und in eine andere Region oder ein anderes Land ziehen. Im Zusammenhang mit Ostdeutschland bezeichnet der Begriff vor allem den Wegzug vieler Menschen aus den neuen Bundesländern – besonders nach der deutschen Wiedervereinigung 1990.
In den 1990er-Jahren gingen zahlreiche Arbeitsplätze verloren, weil viele Betriebe geschlossen oder umstrukturiert wurden. Deshalb zogen viele Menschen auf der Suche nach Arbeit und besseren Zukunftsperspektiven in die westlichen Bundesländer oder in größere Städte. Besonders häufig verließen junge, gut ausgebildete Menschen und viele Frauen ihre Heimatregionen.
Die Abwanderung hatte weitreichende Folgen: Manche Orte verloren viele Einwohnerinnen und Einwohner, die Bevölkerung wurde älter, Schulen und Geschäfte schlossen, und in einigen Regionen entstand ein deutlicher Männerüberschuss, weil mehr junge Frauen als Männer wegzogen.
