EIN STÜCK, DAS SIE NICHT KANNTEN.

Die „Julias“ im Westen, die Romeo-Methode und die politische Ausbeutung weiblicher Nähe

von Jana Paulina Lobe

Filmbild aus „Geschwister – Ein letzter Wunsch“ © Schwarwel, Glücklicher Montag und MDR. Alle Rechte vorbehalten.

Es gibt Geschichten, die viel zu lange falsch erzählt worden sind, weil ihr Plot so verführerisch einfach scheint. Ein Mann aus dem Osten, eine Frau im Westen, ein Geheimdienst im Hintergrund, Liebe als Lockmittel, Verrat als tragischer Höhepunkt. Schon ist alles bereit für die kleine moralische Bühne des Kalten Krieges: hier der Romeo, dort die Julia, dazwischen Akten, Hotels, Kameras in Tablettendöschen, Verhöre. Man könnte daraus ein Stück über weibliche Blauäugigkeit und Leichtsinn machen, über galante Männer und einsame Frauen, über die absurden erotischen Seitenarme der Systemkonkurrenz. 

Doch in der Mitte dieser tragischen Geschichte sollen nicht die Männer stehen, die sich als Liebende ausgaben. Es steht auch nicht allein die Hauptverwaltung Aufklärung (HVA), die Auslandsaufklärung des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS), im Scheinwerferlicht, die unter Markus Wolf die sogenannte „Romeo-Methode“ mit Kalkül professionalisierte. Im Zentrum stehen hier die westdeutschen Frauen, die unfreiwillig in die tragische Rolle der „Julia“ versetzt wurden. Sie waren meist Sekretärinnen oder Referatsmitarbeiterinnen, ‚blonde Eminenzen‘ in Vorzimmern. In ihrem Privatleben fühlten sie sich bisweilen als Randfiguren, doch saßen sie so nahe an der Politbühne und den großen Türen der Macht, dass sie von der Staatssicherheit ohne ihr Wissen als ‚Gatekeeperinnen‘ gecastet wurden. Auch wenn die Romeo-Missionen begehrt waren und unter vulgären Formeln wie „Ficken fürs Vaterland“1 firmierten, setzte die HVA, beschrieben als „konspirativ[er]es Eheanbahnungsinstitut“2, nicht allein auf Erotik – es sollten langfristige grenzüberschreitende Beziehungen aufgebaut werden.

Doch welche Rolle spielte jeder einzelne Part in dieser politisch durchdrungenen Dreiecksbeziehung? Der folgende Text soll einen kleinen Einblick in den übergeordneten Regieplan geben, bevor er sich zwei Schicksalen von Julias zuwendet. Er schließt mit der Verarbeitung und Aufarbeitung, nicht nur individuell, sondern medial und historisch.

WIE DIE HVA WESTDEUTSCHE FRAUEN IN ROLLEN ZWANG, DIE SIE FÜR IHR ECHTES LEBEN HIELTEN

Die Romeo-Methode war ein langfristig angelegtes nachrichtendienstliches Werbeverfahren der HVA: Über hauptamtliche Mitarbeiter, Inoffizielle Mitarbeiter (IM) und Hinweisgeber — als „Tipper“ bezeichnet — wurden im „Operationsgebiet“ Bundesrepublik Frauen ausfindig gemacht, die als Zielpersonen interessant erschienen; besonders Sekretärinnen rückten dabei ins Visier. Die HVA analysierte diesen Berufsstand im Bundeskanzleramt, in Ministerien, im BKA und im Auswärtigen Amt intensiv, wie es ein über 40-seitiges Schulungsdokument darlegt. 

Das Fazit: „Wir müssen uns daher in der operativen Bearbeitung von Sekretärinnen als Quellenpositionen auf die konzentrieren, die auf Grund ihrer beruflichen Qualifikation die entsprechenden beruflichen Stellungen innehaben bzw. einnehmen können, um in die tatsächlichen Geheimbereiche einzudringen.“3 

So isoliert, wie die Frauen im Privaten sein sollten, so gut sollten sie jedoch in ihrem beruflichen Umfeld eingebunden sein: „Sekretärinnen, die […] zur geachteten und unerlässlichen ‚rechten Hand‘ des Chefs werden, verfügen in der Praxis über ein größeres Spektrum an operativen Möglichkeiten als jene […], die keine echte Bindung an ihren Chef herstellen können.“4 Das entgegengebrachte Vertrauen ihrer Vorgesetzten gewährleistete, so die Meinung der Stasistrategen, größere Freiheiten und nützlichen Wissensvorsprung. Durch „engste[r] Bindungen an den direkten Chef [können] auch geltende Sicherheitsbestimmungen umgangen werden […].“5 Um einen dermaßen begehrten Posten besetzen zu können, sind Intelligenz, eine solide Ausbildung und Fachkompetenz sowie „das ständige Bemühen um hohe Qualifikation“6 unabdingbar. In bisweilen über Jahre dauernder Observation wurden auch künftige Aufstiegsmöglichkeiten der ausgespähten ‚potenziellen Zielpersonen‘ sondiert, denn interessant war nicht nur, was eine Frau bereits wusste, sondern auch, was sie einmal wissen könnte. 

Dass diese Frauen in der zeitgenössischen und späteren Darstellung häufig als ‚verführte Sekretärinnen‘ auftauchten, sagt viel über die erstaunlich simple, doch sehr effiziente Methode der HVA, aber noch mehr über die Geschlechterordnung, in der diese Vorgehensweise über vierzig Jahre praktiziert werden konnte. Die HVA wusste besser als viele westdeutsche Dienststellen, dass die vermeintlich nebensächliche Sekretärinnenarbeit ein sensibler Ort politischer Kommunikation war. Zwischen 1949 und 1987 wurden in der Bundesrepublik 58 Sekretärinnen enttarnt, die durch Romeos angeworben worden waren. Frauen wurden in der Arbeitswelt der BRD der 1950er zugleich gebraucht und unterschätzt: Im Büro waren sie manchmal auch mit der privaten Korrespondenz ihres Chefs betraut, von ihm wurden sie womöglich als ‚graue Maus‘ belächelt, politisch wurden sie ohnehin nicht für voll genommen. Dass sie – von ihren männlichen Vorgesetzten als dekorative Assistenz angesehen – unterhalb der eigentlichen Entscheidungsebene unter dem Radar blieben, spielte dem MfS in die Karten.

NICHT NAIV, SONDERN AUSGESUCHT

„Ich frage mich nicht: Wie ist die Stasi auf mich gekommen? […]. Ich frage mich: Was hab ich so Elendes an mir, dass man mich hat so benutzen können?“7 Es ist tatsächlich möglich, auf diese schmerzvolle Erkenntnis der aufgedeckten Julia Gabriele Kliem eine Antwort zu geben, denn es gibt eine Reihe von Merkmalen, die eine Frau zur erfolgreichen Spionin prädestinierten und auf die Romeo-Agenten verstärkt achteten. In psychologischer Raffinesse wurden geeignete Kandidatinnen umfänglich ausgeleuchtet: Vorlieben, Gewohnheiten, frühere Beziehungen, berufliche Ambitionen, Unsicherheiten, politische Haltungen – all das wurde Teil eines Dossiers, bevor die spätere Zielperson überhaupt wusste, dass sie in einem Stück mitspielte. 

Eine „leichte Beute“8 war besonders eine Frau mit „extrem angeknackstem Selbstbewusstsein, das sich auch als Minderwertigkeitskomplex beschreiben lässt“9. Dieses konnte einmal ihrem Elternhaus geschuldet sein – gemein ist vielen Frauen eine „strenge Erziehung durch extrem dominante Elternteile“10 und damit einhergehend der Wunsch, möglichst schnell auszubrechen –, jedoch auch von weniger weit zurückliegenden persönlichen Bedrängnissen wie einer ungesunden Beziehung rühren. Ein ehemaliger Romeo bekannte, ihm sei angeraten worden, Frauen auszuwählen, die „privat recht isoliert [sind], also aus nicht stabilen Verhältnissen [stammen].“11 

Eine derartig angelegte oder erworbene Labilität gepaart mit Unerfahrenheit führte unwillkürlich dazu, dass die Frauen leichter zu beeinflussen und zu beeindrucken waren. Ein Hang zur Selbstaufgabe und eine starke Ausrichtung auf einen Partner ergeben sich, so ist zu vermuten, ebenso aus herrschenden gesellschaftlichen Normen wie aus persönlicher Unsicherheit. Selbstverständlich waren für Romeos nur Frauen von Bedeutung, die alleinstehend waren. In einer englischsprachigen Dokumentation meint ein befragter „Experte“, das ideale Profil einer Julia beschreiben zu können: „A woman who had been neglected by life and then you know, was in her early thirties, lonely, normally not too pretty – when they were to pretty it was no good – a little bit ugly, not too ugly because, you know, you had to enable the Romeo to do his job.“12

Frauen, die beruflich viel leisteten, privat aber wenig Stabilität hatten, oder ungebundene Frauen, gesellschaftlich als ‚späte Mädchen‘ oder ‚alte Jungfern‘ gebrandmarkt, wurden als besonders aussichtsreiche Kandidatinnen erachtet. Das System nutzte nicht nur Schwächen einzelner Frauen, sondern die Schwachstellen einer patriarchalen Ordnung.

In der konservativen westdeutschen Nachkriegsgesellschaft nahm die weibliche Eigenständigkeit zwar zu, wurde mitunter aber noch immer misstrauisch beäugt. Eine unverheiratete berufstätige Frau musste sich vor ihrem Umkreis häufig rechtfertigen, wenn ihr Lebensentwurf nicht in Ehe und Familiengründung aufging. Der Heiratsmarkt war umkämpft in Bonn, es herrschte ein handfester Frauenüberschuss im politischen Betrieb der alten Bundesrepublik, weshalb hier die Möglichkeit, in die Fänge eines Romeos zu geraten, überaus hoch war: „The romeos were like vultures circling the skies around Bonn“13.

Die Bühne war bereitet, doch die Regiearbeiten liefen schon länger im Hintergrund. Ein Romeo-Einsatz begann nicht mit dem zufälligen Blick im Café, der von manchen Frauen als ‚Liebe auf den ersten Blick‘ beschrieben wurde. Der spätere Liebhaber konnte durch die Erstellung eines Profils als maßgeschneiderte Antwort auf Bedürfnisse auftreten, von denen die Frau selbst vielleicht nicht gewusst hätte, dass sie so deutlich sichtbar waren. Die Begegnung war keine romantische Fügung, sondern ein Produkt nachrichtendienstlicher Passgenauigkeit. Die Romeos hatten ihre Rolle auf den Leib geschrieben bekommen, Deckidentitäten und eine Legende erhalten und mit ihren Führungsoffizieren geprobt, bevor sie sich ihrer ‚Quelle‘ näherten.

Für die Kontaktaufnahme hatte sich der Romeo, offiziell der spätere Führungsoffizier, den richtigen Moment und seine Flirtoffensive genau zurechtgelegt: Zu diesem Zeitpunkt befand sich die auserkorene Julia meist in einem vulnerablen Zustand, sei es durch eine vorherige Trennung oder private Rückschläge. 

Das Anbandeln mit der Julia nannte sich im geheimdienstlichen Zusammenhang ‚Anbahnung‘ und bedeutete die Aufnahme intimer Beziehungen. Man begann also ein Verhältnis, das sich zu einer festen Partnerschaft auswachsen sollte: „Wenn [es] dem Werber gelingt, […] Vertrauen oder auch Liebe [zu erwerben], wird bei der Sekretärin eine tiefe emotionale Bindung erreicht, ein Gefühl der Geborgenheit, der Dankbarkeit und auch der Bereitschaft zur persönlichen Hilfe entwickelt.“14

In der Logik der Operation brauchte das auch Geduld: In einzelnen Fällen wartete die HVA ab, bis eine Frau in eine ergiebigere Position gelangte, oder half sogar dabei nach: So konnte einer späteren, aussichtsreichen Julia auch Französisch- und Stenografieunterricht finanziert werden. In einem bekannten Fall sollte sich die Investition auszahlen; anschließend erhielt sie eine Stelle im Kanzleramt und lieferte über Jahre Informationen aus dem inneren Regierungsbetrieb. Erst wenn der Romeo sich des uneingeschränkten Vertrauens seiner Partnerin sicher war, machte er von eben dieser Bereitschaft Gebrauch: Es folgte die Offenbarung, also die Einweihung der ‚Zielperson‘ in seine nachrichtendienstlichen Tätigkeiten – verbunden mit der versteckten Erpressung, dass er die Verbindung zu ihr eigentlich nicht halten könne, außer wenn sie ihm Informationen – in Form von Berichten oder Dokumenten aus ihrem Arbeitsplatz – zuspiele15. Nur wenn der Agent die Sympathie seiner Partnerin für seinen Auftraggeber festgestellt hatte, endete hier die Vor- bzw. Verstellung, meist jedoch wurden die Frauen „unter fremder Flagge“16 angeworben. In jedem Fall wurde an das pazifistische Grundwesen der Frauen appelliert, mal führte man eine Hilfsorganisation, mal die Abwehr eines neutralen Landes als Empfänger der streng vertraulichen Dokumente an. 

Zu diesem Zeitpunkt stimmte die Julia – auch entgegen den eigenen Skrupeln – der Mitarbeit zu. Dies wird auch geschehen sein, da die Romeos als Meister des Timings oft den Moment wählten, in dem ihre Freundinnen am anschmiegsamsten waren: direkt nach dem Geschlechtsverkehr. Die Beliebtheit dieses Augenblicks zur nachrichtendienstlichen Ansprache bezeugt die Existenz des Begriffs „Empfangungsbereitschaft im postkoitalen Zustand“17. Indem sie eine Verpflichtungserklärung unterschrieb, besiegelte die vormalig unbescholtene Sekretärin ihre Zusage zur Spionagetätigkeit und sie nahm diese auf – wobei ihr das Handwerk sozusagen nebenher, ‚learning by doing‘, beigebracht wurde. 

Die Julia wurde zur Protagonistin. Der Romeo, der sie angeworben hatte, trat nicht ab, aber reduzierte seine Auftritte; er blieb Liebhaber, wurde aber auch Kontrolleur und blieb natürlich Berichterstatter. 

IM KRIEG UND IN DER LIEBE IST ALLES ERLAUBT?

Dass die Männer logen und betrogen, ist schlimm genug, doch falsches Spiel ereignet sich in vielen Beziehungen. Die besondere Perfidie bestand darin, dass diese Lügen kontrolliert, protokolliert und institutionell ausgewertet wurden. Der Romeo meldete, wie es um die Beziehung stand, wie belastbar seine Partnerin war, ob nach ihren Einsätzen Schuldgefühle oder Panik auftraten. Selbst ihr innerer Zustand wurde Teil der operativen Lage. Es ist schwer, sich eine radikalere Enteignung von Intimität vorzustellen.

Dass manche Frauen über Jahre weitermachten, lässt sich nicht allein mit Liebe erklären, sondern mit gewachsenen Abhängigkeitsverhältnissen, mit ideologischer Beruhigung, mit Erpressbarkeit. Die meisten Frauen sahen ihre Spionagetätigkeit als ein temporäres Übel an; ihre Partner versprachen ihnen immer wieder, ihr Doppelleben habe bald ein Ende und stellten ihnen eine gemeinsame Existenz ohne jegliche Gefahr in Aussicht. Schenkte die Frau dem hoffnungsvollen Glauben, band die ‚Salami-Taktik‘ – immer noch ein wenig weiter, immer noch ein wenig länger, bald sei alles vorbei – sie an eine Zukunft, die stets aufgeschoben wurde. Erst wenn die vertröstete Julia mit Trennung drohte, ging die HVA einmal sogar so weit, eine Heirat zu veranlassen, die jedoch zum Teil mit gefälschten Papieren und ungültigen Urkunden nicht rechtskräftig war – was der Braut verborgen blieb18.

In Gesprächen mit ihrem Führungsoffizier oder Ranghöheren wurden die Frauen im eingeschlagenen Weg bestärkt, quasi mental gecoacht. Eine logische Konsequenz des konspirativen Alltags war die zunehmende Isolation des Paares, da die Gefahr „hochzugehen“ durch wenige Kontakte gering gehalten wurde. Dieser Umstand hatte einen Verstärkungseffekt: je öfter die Frau einzig den Romeo als Umgang hatte, desto mehr konnte dieser auf sie einwirken.

DAS FALSCHE STÜCK?

Besonders verletzend muss gewesen sein, dass die Frauen nach der Enttarnung an jener Stelle gerichtet wurden, an der sie zuvor verwundbar gemacht worden waren: ihrer Bedürftigkeit nach Beziehung und Anerkennung. Während sie selbst sich wie im falschen Stück fühlen mussten, wurden sie von ihren Landsleuten als ‚falsches Stück‘ verurteilt. Die Öffentlichkeit konnte sich bequem über sie stellen. Wie naiv musste man sein? Wie durchsichtig war das denn? Solche Fragen mögen zunächst naheliegen, sind aber oft eher Zuschreibungen derjenigen, die den Luxus haben, eine Inszenierung von außen zu betrachten. Wer im Publikum sitzt, erkennt den Bühnenzauber leichter.

Gabriele Kliem, Julia I, bekundet später gegenüber einem Journalisten: „Ich bin jetzt total allein, es ist nicht ein einziger Mensch übriggeblieben. Alle haben sich abgewandt. Wenn es noch die Steinigung gäbe, wäre ich heute tot.“19

Von dem Gewissensdilemma, das sie während ihrer ‚aktiven Zeit‘ mehr oder minder erfolgreich beiseiteschoben, von der Realität, vor der sie im Liebestaumel die Augen verschlossen hatten, wurden sie mit ganzer Wucht eingeholt, als ihnen im Gerichtssaal die Konsequenzen ihres Handelns bewusst wurden. Auch wenn das Ende der Abhängigkeit dadurch veranlasst wurde, dass sie verlassen oder verhaftet wurden, fand diese abrupte äußerliche Trennung kein Pendant in der Gefühlswelt der Frauen. Emotional konnten sie sich oft nie von der Liebe ihres Lebens lösen – umso schmerzhafter, als sie somit nicht imstande waren, nach vorne zu blicken; spätere Ehen und damit Chancen auf erneutes Lebensglück scheiterten dadurch. 

Für viele Betroffene begann nach der Aufdeckung der zweite, schwerwiegendere Akt. Die Gewissensbisse und die eigene Schuld konnten durch das juristische Strafmaß Sühne finden, doch für die innere Aufwühlung gab es kein Korrektiv. Neben ihrer Beziehungsfähigkeit war auch ihr Selbstbild nachhaltig gestört. Schon während sie sich jahrelang nur als ‚ausführendes Organ‘ dem Willen ihrer Männer unterworfen hatten, trat eine Entfremdung von ihrer eigenen Identität ein. Viele der Frauen verloren neben materiellen Auswirkungen (Arbeitsstelle und Rentenansprüche), gesellschaftlichen Konsequenzen (Status und Reputation) auch das Vertrauen in die eigene Wahrnehmung und die Selbstverständlichkeit, mit der sie die eigene Biografie erzählen konnten. Zwischen Prozesskosten und Schlagzeilen galt das umgreifende Misstrauen auch dem eigenen Gedächtnis. Jahrzehnte von Erinnerungen mussten rückwirkend hinterfragt werden. Was war echt? War irgendetwas davon echt? Welche zärtliche Geste war gespielt? Gab es die Möglichkeit, dass doch Gefühle im Spiel waren? Die schockierende Einsicht, dass die intimsten Jahre des Lebens zugleich Material einer fremden Regie gewesen waren, verkompliziert die Verarbeitung des Erlittenen und die Trauer um Lebensentwürfe. Denn: Worum trauern? Um den Mann? Die Lüge? Um das eigene frühere Ich, das glauben wollte? 

Nach dem Bruch mussten sie mühsam einen Weg aus der Passivität finden und ihr Leben neu justieren. Frieden zu machen mit dem Geschehen war für die meisten von ihnen keine Option – zu viele Fragen standen offen, auf die sie nie Antworten erhalten können: Der Schein-Ehemann richtete folgende Worte an seine ‚Quelle‘: „Man wird dir nach deiner Verhaftung als Erstes erzählen, ich hätte dich nie geliebt. Und nur du wirst dann wissen, was die Wahrheit ist.“20 

Die weiteren Lebensverläufe sind von schweren psychischen Folgen gezeichnet: Depressionen, Angstzustände, Zusammenbrüche, Alkoholismus, soziale Stigmatisierung und Isolation. 

JULIA I: GABRIELE KLIEM

Gabriele Kliem lebt seit der Wende mit ihren vielen Hunden in den Niederlanden. Ihre Biografie demonstriert beinahe lehrbuchhaft, wie aus einem scheinbar privaten Begehren eine staatlich verwertete Akte wurde. Im Juli 1977 saß die 32-jährige Dolmetscherin an der amerikanischen Botschaft in Bonn am Rheinufer, als Frank Dietzel in ihr Leben trat. Er stellte sich bei ihrer Begegnung als Physiker eines internationalen Forschungsunternehmens vor, nur drei Monate später waren beide verlobt. Über sieben Jahre lieferte sie geheime Dokumente aus der Botschaft, bis sie sich von ihm trennte, da sie das permanente Vertrösten nicht mehr ertrug. Erst nach ihrer Verhaftung im Jahr 1991 erfuhr sie, dass Dietzel ein Doppelleben geführt hatte und ein in Rostock arbeitender, verheirateter Stasi-Offizier war. 1996 wurde Kliem wegen Landesverrats und Verrats militärischer Geheimnisse zu zwei Jahren auf Bewährung verurteilt. Diese setzen ihr weniger zu als die grausame Erkenntnis, dass ihre Liebesbriefe weitergereicht und psychologisch ausgewertet wurden, um als Material für die Ausbildung künftiger Romeos zu dienen. Der Guardian zitiert sie mit der resignierten Einsicht, sie sei für diese Männer nur Versuchstier oder Werkzeug gewesen.21

Sie ist durch ihre exzellenten Sprachkenntnisse diejenige, die sich angloamerikanischen Medien gegenüber früh als Interviewpartnerin zur Verfügung stellte. Man könnte dieses öffentliche Sprechen auch als eine nachträgliche Aneignung der eigenen Erinnerung verstehen. Auch auf der ausspionierten Seite, in einem Dossier der Central Intelligence Agency, wird ihr Fall aufgegriffen: Die CIA erzählt von ihrer Konstellation anonymisiert unter dem Titel von „Rebound Romeo“.22

JULIA II: GABRIELE GAST

Unter der Überschrift „High Achieving Romeo“ wird dort kontrastiv der Fall von Gabriele Gast aufgeführt, der zeigt, dass auch hochqualifizierte, politisch aktive Frauen in emotionale Abhängigkeiten geraten konnten. Gleichzeitig führt diese Rahmung auch vor Augen, dass selbst die erfolgreichste „Topspionin“ der deutsch-deutschen Geschichte – wenn auch eine zweifelhafte Leistung – über die operative Bravour ihres Romeos definiert wird. Gast, promovierte Politologin, später Regierungsdirektorin beim BND, arbeitete siebzehn Jahre zugleich für den westdeutschen Nachrichtendienst und für die HVA.

Sie forschte 1968 in Karl-Marx-Stadt zur Rolle der Frauen in der DDR, als die HVA einen Mann mit dem Decknamen Karlheinz Schmidt (im realen Leben: Karl-Heinz Schneider) auf sie ansetzte. In ihrer Autobiografie schreibt die „Kundschafterin des Friedens“ gegen das Opfernarrativ an, Karlheinz in die Falle getappt zu sein. Gast wurde 1991 zu sechs Jahren und neun Monaten Freiheitsstrafe verurteilt; Schneider erhielt dagegen achtzehn Monate auf Bewährung. 

Im Kontrast zu Kliem lässt sich hier sehen, dass die Romeo-Methode nicht nur zeitweilige Verletzlichkeit ausnutzte, sondern auch Ehrgeiz und ideologische Suchbewegungen in den Dienst nahm.

In beiden Fällen treten Frauen hervor, die nicht Objekt fremder Deutung bleiben wollen, sondern ihre Geschichte selbst gegen das Opferklischee verteidigen. Die Julias des Westens waren kein Gegenpart zu den Femme fatales der Spionagegeschichte, sondern Figuren einer deutsch-deutschen Geschlechterordnung, in der Frauen trotz aller Modernisierungs- und Gleichberechtigungstendenzen durch ein patriarchales Modell diszipliniert wurden. Sie hatten hohes Detailwissen, hielten Institutionen am Laufen – und wurden doch oft über Bindungswunsch und moralisches Versagen gedeutet. Ihre berufliche Kompetenz rückte sie in die Scheinwerfer der HVA; ihre Weiblichkeit machte sie angreifbar und ihre Verurteilung medial beschämbar.

„IT WAS ALL STAGED, IT WAS PURE THEATER“23 

Die Romeo-und-Julia-Metapher ist deshalb trügerisch und aufschlussreich zugleich. Sie verspricht große Gefühle, sogar ein wenig Schönheit im Untergang. Tatsächlich aber war die westliche Julia keine Liebende in einem symmetrischen Drama, sondern eine sich im Berufsleben behauptende Frau, deren gesamtes Leben in eine übergeordnete Inszenierung hineingezogen wurde. Da die Wirklichkeit so perfekt gestellt war, konnten viele ihr Schicksal auch nicht fassen, als der Eiserne Vorhang fiel.

Eine plumpe Zuteilung von Opfer- und Täterseite wird den komplexen Entwicklungen, die sich über viele Jahre vollzogen haben, in keinem Fall gerecht. Es wäre zu einfach, die westlichen Frauen nur als passive Opfer zu beschreiben. Wie im Shakespeareschen Drama sind alle Parts in dieser Menage-à-trois vielschichtiger. Wer die Frauen ausschließlich als Verführte, als liebesbedürftige ‚Weibchen‘ betrachtet, degradiert sie zum zweiten Mal auf die sexuelle Verfügbarkeit und Anlehnungsbedürftigkeit, aufgrund derer sie in den Fokus der HVA rückten. Ihre Handlungsfähigkeit, berufliche Kompetenz und ihre späteren Lebensentscheidungen sollen nicht verborgen bleiben, sie sind nicht nur Marionetten in einem ausgeklügelten System. Als gebildete Frauen, die sie waren, wussten sie um ihre Taten, wenn sie Informationen beschafften und dienstliche Grenzen überschritten. 

Selbstbestimmung ist allerdings nicht nur die Fähigkeit, Ja oder Nein zu sagen, sondern setzt auch voraus, dass eine Person die Lage, in der sie entscheidet, umfänglich einschätzen kann. Die Romeos erzeugten jedoch eine Situation, in der die entscheidenden Voraussetzungen verborgen blieben. Die Julia glaubte, in einer Liebesbeziehung zu handeln; tatsächlich handelte sie in einem geheimdienstlichen Arrangement. Sie glaubte, in privater Loyalität zu leben; tatsächlich wurde diese Loyalität politisch abgeschöpft.

Und was ist mit den Romeos? Auch sie spielten Rollen, auch sie standen unter Druck, auch sie waren eingebunden in Hierarchien, Ideologie und Schweigeregime. Manche von ihnen zeigten, später befragt, Reue, wobei sie ihr Treiben als Casanova selbstkritisch verurteilten: „[…] ich würde es nicht wieder tun, auf keinen Fall. Mit der heutigen Kenntnis, mit dem heutigen Reifegrad schäme ich mich eigentlich […].“24 Diese Einsicht indes ist selten, vor Gericht gestanden sich die meisten Romeos keinerlei Schuld ein, da sie ihrer Meinung nach ihre Aufträge für eine übergeordnete Sache rechtens erfüllt hätten – man könnte sie als Gesinnungstäter bezeichnen. 

Egozentrik ließ Romeo-Agenten, die als Zeugen geladen waren, lediglich mit ihrem eigenen Schicksal hadern, ohne jegliches Verständnis für die frühere Partnerin auf der Anklagebank zu zeigen. Viele distanzierten sich von einer Individualschuld und verwiesen auf die Unausweichlichkeit der Situation: als ‚kleines Zahnrädchen im großen Uhrwerk‘ des Apparats liege die Verantwortung stets in der übergeordneten Stufe der Hierarchie. Wesentliche Bedeutung kommt denen zu, die nicht nur ihre Rolle, sondern die des gesamten ‚Ensembles‘ bagatellisieren: „What problems do men have in deceiving women – not too many. You know, it`s…you do it once or twice or three times and then you are pretty cold about the whole thing.”25 Gefühlskalte Aussagen wie diese mussten sich nicht nur für angeworbene westdeutsche Frauen wie blanker Hohn anhören.

Am Ende bleibt die Theatermetapher so lange brauchbar, wie man sie nicht verspielt. Dass Markus Wolf, der „Mann ohne Gesicht“, Sohn eines Dramatikers und Bruder eines späteren DEFA-Regisseurs war, erscheint in der Rückschau beinahe zynisch. In seiner Autobiografie schreibt er: „Daß [die Mitarbeiter der HVA] im Westen Freundinnen kennenlernten, war von unserer Seite aus nicht untersagt, und wenn sich dabei Bekanntschaften ergaben, die für unseren Dienst lohnende Aussichten beinhalteten, sahen wir es nicht als geboten an, unsere Leute davon abzuhalten.“26

Ist nicht das ganze Leben eine einzige Bühne, sind nicht alle unsere Geschicke gelenkt? In den rechtfertigenden Aussagen hoher Kader klingt an, dass sie den Regiestab weit von sich schieben wollen. Ein bisschen habe man vielleicht souffliert, hier und da ein paar Kreuze auf das Parkett geklebt, damit die Agenten ihren Platz im Spiel besser fänden. So ehrenhaft es auch ist, sich in Bescheidenheit zu üben, die HVA kann mit Fug und Recht die Rolle der Intendanz für sich beanspruchen. Sollte es nach Beendigung der Aufführung nun Beifall oder Buhrufe geben? 

NEUE AUFTRITTE

Mit der seit der Wiedervereinigung kontinuierlich voranschreitenden juristischen Aufarbeitung der Stasi-Verbrechen treten stets neue Details über die Unternehmungen des ostdeutschen Nachrichtendienstes zutage. Auch die organisierten Romeo-Einsätze gerieten so ins Blickfeld der Öffentlichkeit. Dass sämtliche Dokumente aus dem sehr dezimierten27 Aktenfundus der Stasi der Forschung zugänglich gemacht wurden, ist ebenso von unschätzbarem Wert wie die investigativen Bemühungen engagierter Journalist:innen, die die Auseinandersetzung mit dieser Thematik forcierten oder, wie im Falle der Gerichtsreporterin Marianne Quoirin, protokollierten.

Dabei sind auch die Quellen über die ‚menschlichen‘ Quellen nicht neutral, was sich mit einer geschlechtsbezogenen Positionierung deckt: Autorinnen wie Pfister und Quoirin bringen eine feministische Grundhaltung ein und nehmen sich einfühlsam der Biografien der Frauen an, wie sie auch Hermine Huntgeburth in ihrer Fiktionalisierung im Film „Romeo“ verfolgt; die zumeist von westdeutschen Reportern verfassten Zeitungsberichte sind dagegen oft „von chauvinistischen Männerphantasien beseelt“28, wie es ein Artikel der ZEIT auf den Punkt bringt. Dass die Porträtierung der angeworbenen Frauen im Nachhinein meist so misogyn war wie die Romeo-Methode selbst, ist ein bitterer Dreh.

Stichwort Dreh: Neben dokumentarischen Annäherungen von deutscher und britischer Seite – der Dokumentation „Sexpionage“, Elisabeth Pfisters für die ARD produzierten Arbeiten oder der Channel-4-Produktion „Spying for Love“ – wurde bald auch das fiktionale Potential dieses Materials erkannt. Die fiktiven Bearbeitungen dieses Stoffes arbeiten dabei mit einer Bricolage realer Biografien. „Romeo“ von Hermine Huntgeburth und Ruth Toma verdichtet die zahlreichen Fälle in der Protagonistin Lotte Zimmermann (Martina Gedeck), einer bayerischen Sekretärin und Mutter, die wegen Landesverrats vor Gericht steht; der Mann, der sie jahrelang belog und zur Spionage brachte (Sylvester Groth), sitzt als Zeuge der Anklage im selben Raum. 

„Der gleiche Himmel“ (2017) verlagert den Stoff dagegen in ein serielles Event-Historienpanorama. Der ZDF-Dreiteiler spielt 1974 im geteilten Berlin; Lars Weber wird als Romeo-Agent nach West-Berlin eingeschleust, um Lauren Faber, die für den britischen Geheimdienst arbeitet, und später Sabine Cutter, die für die amerikanische NSA tätig ist, auszuspionieren. Das rückt den Stoff näher an angloamerikanische Geheimdienstmilieus heran, weshalb Kliems Biografie – Übersetzerin an der amerikanischen Botschaft, westliche Geheimdienstnähe – zumindest als typologische Vorgängerin mitgelesen werden kann.

Während „Romeo“ die beschädigte weibliche Biografie im Prozessraum ausstellt, macht „Der gleiche Himmel“ die Romeo-Methode zur Dramaturgie des geteilten Deutschlands. Der weibliche Schmerz wird dort Teil eines fernsehtauglichen Kalter-Krieg-Panoramas. Ungeachtet der Interpretation: Jede Welle der Bearbeitung ist auch ein Schritt zur erneuten öffentlichen Aushandlung und Meinungsbildung.

Es ist eine Frage von philosophischem Ausmaß, inwieweit Lüge zur Wahrheitsfindung beitragen kann und wie sehr man Verrat an der Liebe begeht, wenn man zum Verrat aus Liebe anstiftet. Nicht nur Informationen wechselten die Seite. Auch Vertrauen wurde abgeschöpft, Selbstbestimmung umgeleitet, Liebe verwaltet und weibliche Deutungshoheit unterlaufen. In dieser Perspektive ist die Romeo-Methode ein Lehrstück darüber, wie politisch Intimität werden kann, wenn ein System genau weiß, dass Menschen nicht nur Überzeugungen haben, sondern vor allem – ganz unabhängig davon, auf welcher Seite der Mauer – Sehnsüchte.

Das ist keine pikante Anekdote über naive Sekretärinnen, sondern eine echte Tragödie darüber, wie weibliche Selbstbestimmung unterlaufen werden kann, wenn eine Gesellschaft Frauen kategorisch abwertet und ein Geheimdienst daraus Methode macht. Sie funktionierte wohl auch deshalb so gut, weil sie Frauen dort traf, wo patriarchale Ordnungen sie zugleich unterschätzten und verwerteten: in der Nähe zur Macht und in der Hoffnung, als ganzer Mensch gemeint zu sein. 

Nachbemerkung

Teile dieser Ausführungen basieren auf der W-Seminararbeit (Wissenschaftspropädeutische Seminararbeit) „Die Romeo-Methode der Stasi. Der Stoff, aus dem Dramen gemacht sind?“, die ich 2017 als Oberstufenschülerin angefertigt habe. Schon damals faszinierte und erschütterte mich dieses Stück deutsch-deutscher Geschichte, das im Kalten Krieg viel zu oft aufgeführt wurde und doch bis heute zu wenig besprochen ist. 

Gewidmet ist der Text allen „Julias“ — und meiner damaligen Geschichtslehrerin, die unserem Kurs und mir zeigte, dass auch in der Schule Themen erforscht werden können, die weit in politische Machtverhältnisse, Geschlechterordnungen und Fragen persönlicher Selbstbestimmung hineinreichen.

Fußnoten

1 Scheer, Der Spion, der nicht liebte, o. S.

2 Ramelsberger, Treffen der Stasi-Agenten, o. S.

3 Stasi-Mediathek, Schulungsmaterial, S. 45

4 Stasi-Mediathek, Schulungsmaterial, S. 36

5 Ebd., S. 37

6 Stasi-Mediathek, Schulungsmaterial, S. 33

7 Broder, Sex für den Frieden, S. 49

8 Quoirin, Agentinnen aus Liebe, S. 134

9 Ebd.

10  Scheer, Der Spion, der nicht liebte, o. S.

11 ZDF-Mediathek, Der gleiche Himmel, 03:30-3:57 min

12 Timeline, Sexpionage, 13:05-13:25 min

13 Timeline; Sexpionage, 13:28-13:32 min

14 Stasi-Mediathek, Schulungsmaterial, S. 40

15 Vgl. Pfister, Unternehmen Romeo, S. 83

16 Vgl. Stasi-Mediathek, Richtlinie 2/79 für die Arbeit mit Inoffiziellen Mitarbeitern im Operationsgebiet, S. 25f

17 vgl. Timeline, Sexspionage, 23:29-23:56 min

18 Vgl. Quoirin, Agentinnen aus Liebe, S. 182f 

19 Kliem, zit. In Broder, Sex für den Frieden, S. 52

20 Quoirin, Agentinnen aus Liebe, S. 184

21 Pressly, Linda (2004): „The spy who loved her.“ In: The Guardian, 18.11.2004. https://www.theguardian.com/education/2004/nov/18/artsandhumanities.highereducation

22 Central Intelligence Agency (CIA): Romeo Spies. In: CIA Stories, 04.06.2018, https://www.cia.gov/stories/story/romeo-spies/, zuletzt abgerufen am 22.08.2026

23 Timeline, Sexpionage, 16:29-16:32 min

24 ZDF-Mediathek, Der gleiche Himmel, 07:00-07:16 min

25 Timeline, Sexpionage, 02:00-02:14 min

26 Markus Wolf, Spionagechef im geheimen Krieg, München, 1997, S. 150

27 Seit 1989 vernichtete die HVA im großen Stil Archiv-

material, besonders zu operativen Vorgängen in der „Aktion Reißwolf“, sodass nur noch ein minimaler Teil der „Schredderwut“ der Mitarbeiter des MfS verschont blieb.

28 O.V., Sekretärinnen als Agentinnen. Liebesgrüße aus Ostberlin, Die Zeit 35/1985, o. S.

Bibliografie

Broder, Henryk M.: Sex für den Frieden, in: Der Spiegel 12/1999, vom 22.03.1999, S. 44-52

Central Intelligence Agency (CIA): Romeo Spies. In: CIA Stories, 04.06.2018, https://www.cia.gov/stories/story/romeo-spies/, zuletzt abgerufen am 22.08.2026

Der gleiche Himmel (2017), Regie: Oliver Hirschbiegel, Drehbuch: Paula Milne, ZDF/UFA Fiction/Beta Film, 276 Min.

Gast, Gabriele (1999): Kundschafterin des Friedens. 17 Jahre Topspionin der DDR beim BND. Frankfurt am Main: Eichborn

o.V.: Sekretärinnen als Agentinnen. Liebesgrüße aus Ostberlin, Die Zeit 35/1985, vom 23.08.1985, http://www.zeit.de/1985/35/liebesgruesse-aus-ost-berlin/komplettansicht, zuletzt besucht am 23.08.2026

o.V.: Spionage: Meist handelten sie aus Liebe, in: Der Spiegel 12/1979, vom 19.03.1979, S. 23-27

Pfister, Elisabeth: Unternehmen Romeo. Die Liebeskommandos der Stasi, Berlin, Aufbau-Verlag, 2000

Pressly, Linda (2004): „The spy who loved her.“ In: The Guardian, 18.11.2004. https://www.theguardian.com/education/2004/nov/18/artsandhumanities.highereducation 

Quoirin, Marianne: Agentinnen aus Liebe. Warum Frauen für den Osten spionierten, Frankfurt/Main, Eichborn-Verlag, 1999

Ramelsberger, Annette: Treffen der Stasi-Agenten – Helden wie wir. Süddeutsche.de vom 19.05.2010, http://www.sueddeutsche.de/politik/treffen-der-stasi-agenten-helden-wie-wir-1.890698, zuletzt besucht am 23.08.2026.

Romeo (2001), Regie: Hermine Huntgeburth, Drehbuch: Ruth Toma, ZDF/Bavaria Film, 88 Min

Scheer, Udo: Der Spion, der nicht liebte. Welt.de vom 27.11.1999, https://www.welt.de/print-welt/article592141/Der-Spion-der-nicht-liebte.html, zuletzt besucht am 23.08.2026

Spying For Love: East German Spy-Master Reveals All, https://www.youtube. com /watch?v=V2tXJaHVytw, zuletzt besucht am 23.08.2026

Stasi-Mediathek: Richtlinie Nr. 1/79 für die Arbeit mit Inoffiziellen Mitarbeitern und Gesellschaftlichen Mitarbeitern für Sicherheit, http://www.stasi-mediathek.de/medien/richtlinie-179-fuer-die-arbeit-mit-inoffiziellen-mitarbeitern-und-gesellschaftlichen-mitarbeitern-fuer-sicherheit/blatt/27/, zuletzt besucht am 23.08.2026

Stasi-Mediathek: Richtlinie Nr. 2/79 für die Arbeit mit Inoffiziellen Mitarbeitern im Operationsgebiet, http://www.stasi-mediathek.de/medien/richtlinie-nr-279-fuer-die-arbeit-mit-inoffiziellen-mitarbeitern-im-operationsgebiet, zuletzt besucht am 23.08.2026

Stasi-Mediathek: Schulungsmaterial: Einige ausgewählte Erkenntnisse und Erfahrungen zur Berufsgruppe der Sekretärinnen in der BRD, http://www.stasi-mediathek.de/medien/schulungsmaterial-mit-ausgewaehlten-erkenntnissen-ueber-die-berufsgruppe-der-sekretaerinnen , zuletzt besucht am 23.08.2026

Timeline: Sexpionage (Cold War Spy Documentary), Timeline – World History Documentaries, https://www.youtube.com/watch?v=4G2qqI8k3do, zuletzt besucht am 23.08.2026

Wolf, Markus: Spionagechef im geheimen Krieg, München, List-Verlag, 1997

ZDF-Mediathek: Der gleiche Himmel. Romeo-Agent. Deckname „Wolfi“. Ein ehemaliger Romeo-Agent spricht über seine Zeit beim MfS, 7 Minuten, 27.03.2017, https://www.zdf.de/filme/der-gleiche-himmel/videos/romeo-agent-100.html, zuletzt besucht am 23.08.2026